
Was ist Brain Recovery?
Die von Dr. Joseph Shafer entwickelte Brain-Recovery-Technik ist ein Ansatz, der darauf ausgerichtet ist, die Erholung des Gehirns nach Verletzungen wie einer Gehirnerschütterung oder anderen Formen eines Schädel-Hirn-Traumas (TBI)zu unterstützen.
Hirnverletzungen können überraschend schwer zu diagnostizieren sein. Viele Menschen leiden nach einer Gehirnerschütterung unter lang anhaltenden Beschwerden, obwohl MRT- oder CT-Untersuchungen häufig völlig unauffällig erscheinen. Für Patienten kann dies sehr belastend sein: Sie spüren deutlich, dass etwas nicht stimmt, erhalten aber nur wenige Erklärungen für ihre Beschwerden.
Auch wenn in bildgebenden Untersuchungen keine sichtbaren Schäden festgestellt werden, kann das Gehirn dennoch Schwierigkeiten haben, Informationen richtig zu verarbeiten und miteinander zu integrieren. Dies kann zu einer Vielzahl unterschiedlicher Symptome führen.
Häufige Beschwerden nach einer Hirnverletzung können sein:
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Kopfschmerzen
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Müdigkeit oder Energiemangel
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Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
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Sehstörungen
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Konzentrationsprobleme oder Schwierigkeiten, klar zu denken
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Koordinationsstörungen
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Schlafprobleme
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Übelkeit
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Licht- oder Geräuschempfindlichkeit
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Störungen des autonomen Nervensystems, beispielsweise in Bezug auf Herzfrequenz oder Verdauung
Viele Menschen erleben außerdem emotionale und psychische Veränderungen wie Angst, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Beschwerden, die einer posttraumatischen Stressreaktion ähneln.
Der Brain-Recovery-Ansatz konzentriert sich darauf zu untersuchen, wie gut das Gehirn Informationen aus dem Körper und der Umgebung verarbeitet und integriert. Ist diese Integration gestört, kann das Gehirn auf ursprünglichere „Überlebensmuster“ zurückgreifen, anstatt ausgeglichen und effizient zu funktionieren.
Wie funktioniert eine Brain-Recovery-Behandlung?
Nach einer traumatischen Hirnverletzung oder einem Schlaganfall können bestimmte Kommunikationswege im Gehirn beeinträchtigt oder geschädigt sein. Glücklicherweise besitzt das Gehirn die bemerkenswerte Fähigkeit, neue Verbindungen aufzubauen.
Dieser Prozess wird als Neuroplastizität bezeichnet.
Man kann sich das Gehirn wie eine Stadt nach einem Erdbeben vorstellen.
Einige Straßen sind beschädigt, sodass der Verkehr nicht mehr so effizient fließen kann.
Das Gehirn versucht, neue Wege um die beschädigten Bereiche herum zu schaffen.
Dieser Prozess findet zwar auf natürliche Weise statt, ist jedoch nicht immer vollständig oder effizient.
Die Behandlung zielt darauf ab, das Gehirn dabei zu unterstützen, diese neuen Verbindungen zu stärken und ihre Funktion zu verbessern.
Schritt 1 – Den Bereich identifizieren, der Unterstützung benötigt
Der erste Schritt besteht darin festzustellen, welcher Bereich des Gehirns möglicherweise nicht optimal funktioniert.
Ein kleines Vibrationsgerät wird vorsichtig über verschiedene Bereiche des Kopfes geführt, während gleichzeitig ein bestimmter Muskel getestet wird.
Wird die Vibration über einem Hirnareal angewendet, das noch nicht effizient funktioniert, kann der getestete Muskel vorübergehend schwächer reagieren.
Man kann dies mit einem Elektriker vergleichen, der verschiedene Stromkreise sorgfältig überprüft, um die Ursache eines Problems zu lokalisieren.
Die Vibration selbst schädigt das Gehirn nicht. Sie wird lediglich als diagnostisches Hilfsmittel eingesetzt, um den Bereich zu identifizieren, der möglicherweise am meisten von der Behandlung profitieren könnte.
Schritt 2 – Stimulation des Zielbereichs
Nachdem das entsprechende Hirnareal identifiziert wurde, wird ein speziell entwickelter statischer Magnet über diesem Bereich positioniert.
Im Gegensatz zur elektrischen Stimulation gibt dieser Magnet keinen elektrischen Strom ab.
Stattdessen erzeugt er ein sanftes statisches Magnetfeld, das die Aktivität der darunterliegenden Nervenzellen beeinflussen kann.
Das Ziel besteht darin, das Gehirn darauf vorzubereiten, empfänglicher für die Bildung neuer neuronaler Verbindungen zu werden.
Schritt 3 – Gehirn und Körper gleichzeitig stimulieren
Während der Magnet an seiner Position bleibt, wird ein bestimmter Punkt am Arm oder Bein manuell stimuliert.
Dadurch werden zusätzliche sensorische Informationen vom Körper an das Gehirn weitergeleitet.
Das Gehirn erhält somit gleichzeitig zwei Signale:
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eines durch die magnetische Stimulation über dem Gehirn;
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eines durch die sensorische Stimulation am Arm oder Bein.
Wenn diese Signale gleichzeitig eintreffen, kann das Gehirn sie leichter miteinander verknüpfen.
Dadurch soll die Bildung stärkerer und effizienterer neuronaler Verbindungen gefördert werden.
Ein anschaulicher Vergleich ist das Erlernen des Fahrradfahrens: Je häufiger die richtigen Signale gemeinsam auftreten, desto stärker und automatischer kann die erlernte Fähigkeit werden.
Dieses Prinzip wird als Paired Associative Stimulation (PAS) bezeichnet und basiert auf etablierten Mechanismen der Neuroplastizität.
Warum könnte dies helfen?
Wenn neue neuronale Verbindungen stärker und effizienter werden, können Bewegungen und andere neurologische Funktionen allmählich leichter und besser koordiniert ablaufen.
Patienten können beispielsweise Verbesserungen in folgenden Bereichen erfahren:
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verbesserte Sprachfunktion
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leichteres Gehen
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besseres Gleichgewicht
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größere Schrittlänge
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höhere Gehgeschwindigkeit
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bessere Kontrolle über Arm oder Bein
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weniger Brain Fog
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geringere Empfindlichkeit gegenüber Reizen aus der Umgebung
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…
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Der Genesungsverlauf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Art, Ausmaß und Geschwindigkeit möglicher Verbesserungen können daher von Person zu Person variieren.